Das Kapitalanlagerecht ist stark zersplittert, höchst schnelllebig und hat viele Akteure. Im renommierten „Handbuch des Kapitalanlagerechts“ von Assmann/Schütze werden in der 4. Auflage etwa 60 Seiten benötigt, um einen ersten komprimierten Überblick über die Rechtsentwicklung und die Einflüsse des europäischen Rechts zu skizzieren. Das 2013 in Kraft getretene Kapitalanlagegesetzbuch etwa enthält 356 Paragrafen von denen bereits der erste mit ca. 60 Definitionen glänzt, von denen der Normalbürger die wenigsten verstehen dürfte. Die Darstellung in den Kommentaren muss immer wieder auf gestaffelte Flussdiagramme zurückgreifen, um etwas Übersicht zu bieten.

So verwundert es nicht, dass die in Anwaltsportalen gebotenen Rechtstips zum Bankrecht im Verhältnis zu anderen – für den Bürger bedeutsameren – Rechtsgebieten stark dominieren. Bei anwalt.de etwa finden sich 7875 „Tips“ zum Bank- und Kapitalmarktrecht und 1933 zum Familienrecht. Bei anwalt24.de sind es 5790 Beiträge über Aktien, Fonds und Anlegerschutz und „nur“ 976 zu Familie und Ehescheidung.

Allerdings werden die Beiträge dort bildlich gesprochen unsortiert in große Kartons geworfen, in deren Tiefen sie schnell verschwinden. Hier soll der Versuch unternommen werden, unsere Beiträge (und auf Dauer die von anderen Autoren) etwas zu systematisieren und aus unterschiedlichen Blickwinkeln (Emittenten, Vertrieb, Anleger) zu präsentieren.

Fragen und Anregungen werden gerne entgegengenommen.